Das Volksmusikfestival Altdorf will dem breiten Spektrum der aktuellen, sich ständig weiter entwickelnden Volksmusik eine regelmässige Plattform bieten. «Volksmusik» ist ein weit gefasster Begriff, und es gibt wohl keinen besseren Weg zu erfahren, was sich alles darunter versammelt, als die Schweizer Volkmusikszene in ihrer ganzen Breite und Vielfalt zu einem Festival nach Altdorf einzuladen (»» Mitmachen).
Der Austragungsort wurde nicht von ungefähr gewählt. Seit 1999 findet im Urner Hauptort mit anhaltendem Erfolg alle zwei Jahre das internationale Musikfestival Alpentöne statt. Hier spüren Künstler den urtümlichen Wurzeln der Musik im Alpenraum nach und verbinden sie mit Jazz, Avantgarde, Rock oder Klassik.
2006 wurde in Altdorf ein nationales Kompetenzzentrum für Volksmusik eröffnet. Das Haus der Volksmusik hat sich zu einer lebendigen Institution entwickelt, die sich der Erforschung und Dokumentation widmet, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen pflegt und ein Aus- und Weiterbildungsprogramm für Laien sowie Profis anbietet.
Heute ist das «Eidgenössische» des Verbandes Schweizer Volksmusik (VSV) der einzige Volksmusik-Grossanlass von nationaler Bedeutung. Die Veranstaltung erhält viel Resonanz in der Bevölkerung und in den Medien. Aber: Das «Eidgenössische» findet lediglich alle vier Jahre statt. Das reicht in Anbetracht der äusserst dynamischen Schweizer Volksmusikszene nicht aus. Denn in den vergangenen Jahren hat das Interesse an der Volkskultur stark zugenommen. Parallel dazu entwickelte sich Altdorf – dank dem Festival Alpentöne und dem neuen Haus der Volksmusik – immer mehr zu einem Zentrum der aktiven Auseinandersetzung mit der Volksmusik. Genau hier setzt das Volksmusikfestival Altdorf an. Alle zwei Jahre – immer in den Zwischenjahren von Alpentöne – wird die Vielfalt des Kulturgutes Volksmusik, schweizerischer und auch internationaler Ausprägung, einer breiten Bevölkerung zugänglich gemacht werden.
